R O S W I T H A  M A U L

Athanor – ServerSalon

 

 

Digitale Öffnungszeiten

 19. – 21. Februar, 27. – 28. Februar, 03. – 14. März

Jeweils von 11-18 Uhr

 

Digitale Geselligkeit

03. März, 19:00 Uhr

 

Im Februar wird die Galerie Intershop zum temporären Atelier der Dresdner Künstlerin Roswitha Maul. Während dieses Zeitraumes können Besucher*innen auf digitalem Wege ihr Schaffen mitverfolgen. Zwischen dem Geschehen im Atelier und den Gästen wird ihre Arbeit „Athanor“ vermitteln. Die herumgereiste und mit dem Energiewendekunstpreis ausgezeichnete Installation ist Skulptur, moderne Heizung und technisches Zentrum der uns allgegenwärtigen digitalen Begegnung zugleich. Der aus Kunstharz gefertigte Kachelofen heizt den Raum nicht mit brennenden Holzscheiten, sondern durch die Abwärme von Computerservern, die sich in seinem Inneren befinden. Für die Ausstellung „Athanor – ServerSalon“ hat die Künstlerin ein digitales Auge an ihren Ofen angeschlossen, welches die Künstlerin während der Öffnungszeiten bei der Arbeit beobachtet und live streamt. Die in der Skulptur befindlichen Server, übertragen die Bilder der Livecam auf die Webseite der Galerie Intershop. Auf diesem Wege schlüpfen die Besucher*innen in die Skulptur und können Roswitha Maul bei Ihren Aktionen zuschauen. Durch ihre Klicks auf der Galeriewebseite heizen die Besucher*innen den Ofen weiter an und spenden der Künstlerin so, trotz Social Distancing, Wärme. Wie warm, das temporäre Studio durch die digitale Teilnahme wird, macht eine, sich stetig aktualisierende, Temperaturanzeige auf der Galeriewebseite nachvollziehbar.

Roswitha Mauls partizipative Installation kommentiert den enormen Energie,- und Ressourcen – Verbrauch unserer digitalen Infrastruktur, bei gleichzeitiger Untersuchung der Potentiale gesellschaftlichen Austauschs. Als Vorbild für die Form des Ofens diente der Künstlerin ein flaschengrüner Kachelofen aus Meißen aus dem 19. Jahrhundert, deren Relief sie abnahm und in Kunstharz nachgoss. Heute wie damals ist der Ofen ein Treffpunkt, ein Ort des Austausches und der Kommunikation, der Wärme und Geborgenheit spendet. In Roswita Mauls aktueller Arbeit wird er zum Knotenpunkt, an dem virtuelle Begegnung physisch erlebbar wird.

 

 

 

 

can´t touch this

Groupshow

 

VIRTUAL EXHIBITION 09. Januar – 14. Februar 2021 

 

 Jantje Almstedt, Lysann Buschbeck, Carsten Busse, Ulrike Dornis, Judith Miriam Escherlor, Martin Feistauer, Franziska Guettler, Enne Haehnle, Julia Kiehlmann, Reinhard Krehl, Roswitha Maul, Silke Panknin, Gudrun Petersdorff, Mara Sandrock, Martin Schuster,Dorota Scisla, Anija Seedler,  
Ling – Yu Tai, Louise Walleneit

 

Das Ausstellungsprojekt „Cant Touch This“ ist eine künstlerische Annäherung an das Thema der Berührung. Dieses, sich auf alle Ebenen unseres Seins erstreckende Phänomen, hat in Zeiten von Covid neue Dimensionen angenommen: Das in der Kunst gebräuchliche Berührungsverbot hat in den Alltag übergegriffen. Dort machen die neuen Verbote durch Verlust schmerzhaft deutlich, wie existentiell berühren und berührt werden sind. Der zunehmenden Vereinzelung zum Trotz, sollen in der Galerie Intershop die Arbeiten von 19 Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen, von der Malerei bis zur Medienkunst, zusammengebracht werden, um in einer kaleidoskopartigen Schau das weite Themenfeld der Berührung zu erforschen.  
Jede*r der teilnehmenden Künstler*innen hat einen inhaltlich und formal eigenen Zugang zum gemeinsamen Arbeitsgegenstand: Werke, die berührt werden dürfen, werden ebenso gezeigt, wie solche, deren Oberflächen ausschließlich mit taktilem Blick erkundet werden können und die Berührung im Imaginativen evozieren. Das spannungsvolle Wechselverhältnis von Berührung im Privaten und Politischen wird mit künstlerischen Mitteln untersucht. Es gibt Darstellungen von Berührung, die von zärtlich bis grausam reichen. Ungewollte Berührung wird ebenso behandelt, wie ihr ungewolltes Ausbleiben, und assoziative und spielerische Ansätze versuchen die Betrachter*innen auf ihre Weise zu berühren, anzufassen, oder gar gefangen zu nehmen. 
Für „Cant Touch This“ wird der Ausstellungsraum, zum gemeinsamen Denk- und Arbeitsraum, zum Berührungspunkt für Idee und Erleben. Die besondere Herausforderung liegt darin, diese Ausstellung in einer virtuellen Galerie zu präsentieren, da wir uns am dem 2.11.2020 neuerlich im Lockdown befinden.  
Umso wichtiger ist es, diesen Themen und Künstler*innen dennoch eine Sichtbarkeit in einer Online- Präsentation zu geben. 

 

Die Galerie bleibt ab 2.11. bis auf Weiteres für Besucher*innen – Verkehr geschlossen, aufgrund der aktuellen Corona Verordnung.

The gallery has been closed since November 2nd, due to the current Corona regulation.

 Halle 10G  .  Spinnereistraße 7  .  04179 Leipzig

 

 

DO/FR/SA 11 – 18 Uhr

 

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